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Nachdenkliches
"Wenn jemand dient, so sei es als aus der Kraft, die Gott darreicht, damit in allem Gott verherrlicht werde durch Jesus Christus" (1.Petrus 4,11)
Gott hat uns vielfältige Gaben geschenkt, damit wir ihm und einander damit dienen können. Der Wettkämpfer ist mit Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer ausgestattet, der Vertreter mit Überzeugungskraft, der Chirurg mit geschickten Händen.
Die geistlichen Fähigkeiten sind uns mit unserer Wiedergeburt geschenkt worden. Es kann durchaus sein, dass sie irgendwie mit unseren natürlichen Begabungen und Fähigkeiten verbunden sind, aber das muss nicht unbedingt so sein.
Wenn ich überlege, wie ich zu meinen Diensten in der Gemeinde kam, so erinnere ich mich an monatelange Abwehrstrategien. Ich hatte immer dieselben Ausreden: ich kann es nicht, ich will es nicht, es gibt bessere und geeignetere Brüder und natürlich auch Schwestern für den Dienst in der Gemeinde.
Durch liebevolles aber beharrliches Zureden brachten mich einige Geschwister dazu, mich mit dem Gedanken näher zu befassen.
Sicher hat es einige Anläufe gebraucht mich einzubringen. Lob aber auch mancher Tadel halfen mir, nicht aufzugeben und mich immer wieder neu der Anforderung zu stellen. Inzwischen bin ich dankbar und froh über die Erfahrung, dass jeder Dienst, sei es Einleitung, Bibelstunde oder praktische Mitarbeit immer mit großem Segen verbunden ist. Schon die scheinbar einfachen Vorbereitungen wie Liedauswahl, Auswahl des Textes für die Schriftlesung ... fordern mich immer wieder heraus, mich intensiv mit Gottes Wort zu beschäftigen und mich im Gebet seiner Hilfe zu versichern.
Wenn wir einander mit den Gaben Gottes dienen, sie richtig verwalten, preisen wir Gott dadurch. Wenn wir unserem Schöpfer mit unseren Begabungen die Ehre geben, wenn unser Können dazu beiträgt, dass von Gott gut geredet wird - dann kommt Farbe in unser Leben und in das Leben der Gemeinde.
"Dienet dem Herrn mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken."
Psalm 100,2
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