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Nachdenkliches
Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl.
Psalm 139, 14b
Es ist Sommer. Viele von uns haben Urlaub oder Ferien und können die freien Tage genießen. So haben wir auch Zeit, uns einmal außerhalb unserer gewohnten Umgebung zu bewegen, den Alltag hinter uns zu lassen und Neues zu entdecken. Der eine findet endlich einmal die Zeit, einen Waldspaziergang zu machen, der andere entspannt bei einer Fahrradtour, wieder andere zieht es hinaus in andere Gegenden und andere Länder. Manche bevorzugen einen Urlaub am Meer oder an einem See, andere wiederum zieht es in die Berge. Wie auch immer wir die freien Tage nutzen, was auch immer wir tun, schön ist es, wenn wir zur Ruhe kommen und wieder unsere Augen öffnen können für das, was Gott geschaffen hat.
Wir können uns in den Sand am Meer setzen und einmal ganz bewusst um uns schauen - wie gewaltig sind diese für uns unendlich scheinenden Wassermassen, welche unendlich reichen Schätze an großen und mikroskopisch kleinen Lebewesen beherbergt dieses Meer? Der Sand unter unseren Füßen - wie viele Sandkörner sind das? Aber kein Sandkorn ist dem anderen gleich, so lang und breit die Strände auf der ganzen Welt auch sind, jedes ist einzigartig.
Wenn wir auf unserer Wanderung einen Hügel oder einen Berg erreicht haben und uns die Zeit nehmen, rundum zu blicken, genau zu beobachten, was können wir nicht alles entdecken? Alles wirkt so klein und ein Teil der Welt liegt vor uns. Tief eingeschnittene Täler, grüne Wiesen ringsum, dunkle Wälder und dazu der tiefblaue Himmel und in der Ferne Häuser, die wie Spielzeug aussehen. Und auch hier gilt: Jeder Berg, jeder Fels, jeder Baum, und jede Pflanze, alles in Gottes Schöpfung ist einzigartig und jedes auf seine Art wertvoll und schön.
Aber man muss gar nicht weit reisen, um Gottes Schöpfung zu bewundern, denn in unserer direkten Umgebung, in unserem alltäglichen Leben gibt es genauso wunderbare erstaunliche Dinge, die Gott geschaffen hat. Wenn wir unsere Augen öffnen für die Wunder Gottes, dann genügt genau so ein Waldspaziergang, ein genauer Blick auf das Haustier, auf die Blumen in unserem Garten - es gibt überall wunderbare Dinge, die die Handschrift des Schöpfers erkennen lassen.
Das sind dann Momente, in denen man auch in den Werken Gottes seine Größe und seine Liebe ein Stück weit sehen kann. Er hat uns geschaffen und uns das alles anvertraut und er will uns noch viel mehr schenken.
Wenn man das verstanden hat, kann man nicht anders, als dem Schöpfer, unserem Gott, mit ganzem Herzen zu danken und ihn anzubeten.
Für mich drückt das Lied 458 in unserem Liederbuch diese Erkenntnis der Liebe und Größe unseres Gottes besonders schön aus, und dieses Lied weist uns auch im Refrain auf die Folge dieser Erkenntnis hin:
Herr, ich sehe deine Welt, das weite Himmelszelt, die Wunder deiner Schöpfung.
Alles das hast du gemacht, den Tag und auch die Nacht; ich danke dir dafür.
Berge, Flüsse und die Seen, die Täler und die Höhn, sind Zeichen deiner Liebe.
Sonne, Wolken, Sand und Meer, die loben dich so sehr, sie preisen deine Macht.
Darum bete ich dich an, weil ich nicht schweigen kann, die Freude füllt mein Singen.
Staunend habe ich erkannt, ich bin in deiner Hand, und du lässt mich nicht los.
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